Lebenswissenschaften/Nachhaltigkeit

Lebenswissenschaften (Life Sciences) beschäftigen sich mit Prozessen oder Strukturen, an denen Lebewesen beteiligt sind. Sie umfassen klassische Bereiche wie Biologie, Medizin, Biochemie bis hin zu Biophysik, aber auch angewandte Fragestellungen wie Materialien in Medizin und Biologie oder die Nutzung biogener natürlicher Ressourcen (regenerative Energie).

Bereits im frühen 18. Jahrhundert wurde der Begriff Nachhaltigkeit erstmals im Zusammenhang mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen verwendet. Die moderne Auffassung von Nachhaltigkeit bezieht sich auf das Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf als sich regenerieren oder künftig wieder bereitgestellt werden kann.

Die Schwerpunkte von Arbeitsgruppe 4 liegen im Überschneidungsbereich von Lebenswissenschaften und Nachhaltigkeit und sind damit stark interdisziplinär angesiedelt. Sie umfassen Projekte zur Verbesserung der Wertschöpfung aus gegebenen regionalen Ressourcen und zur Verbesserung der Energieeffizienz, zur Nutzung biogener Mischbrennstoffe aus regionalen Biomassen oder zur regenerativen Erzeugung von Energie für technologische Prozesse. Aber auch für die Forschung auf dem Gebiet der Biomaterialwissenschaft und biomaterialassoziierten Infektionen ist Nachhaltigkeit von grundlegender Bedeutung. Neben dem Ziel einer Minderung des Leids für Betroffene, sollen Gesundheitssysteme entlastet werden und damit wichtige Ressourcen wie ärztliche Betreuungskapazitäten oder verfügbare Betten im Krankenhaus längerfristig erhalten bleiben und allen Betroffenen bei Bedarf sofort zur Verfügung stehen.

Eine mangelnde Wertschöpfung aus bestehenden Ressourcen aller Art, die begrenzte Verfügbarkeit von biogenen Brennstoffen und hohe Kosten sowohl für Energie als auch für die Gesundheitssysteme belasten die Gesellschaft als Ganze. Dem versucht die Arbeitsgruppe 4  mit innovativen Ansätzen zu begegnen.

 

 

Ihr Ansprechpartner

  • Prof. Dr. Klaus D. Jandt

    Lehrstuhl für Materialwissenschaft

    FSU Jena / Otto-Schott-Institut für Materialforschung (OSIM)

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