24.08.2015

200 Millionen Euro für Innovationsförderung in Thüringen – Tiefensee: "Forschung ist Wachstumstreiber"

Förderprogramm startet neu / Bis zu 500 Forschungsprojekte erwartet

Thüringen startet in der Innovationsförderung durch: 200 Millionen Euro stehen für die Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in Unternehmen und Forschungseinrichtungen und den Aus­bau der wirtschaftsnahen Forschungsinfrastruktur bis 2020 bereit. Das entsprechende Förderprogramm wird aus dem EFRE-Strukturfonds und aus Landesmitteln finan­ziert, ist auf allen Ebenen abgestimmt und tritt jetzt in Kraft. Anträge können bei der Thüringer Aufbaubank (TAB) gestellt werden.


"Innovation ist der wichtigste Wachstumstreiber für unsere Wirtschaft", sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Ein schneller Transfer von Forschungsergebnissen in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistun­gen sei die Voraussetzung für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der Unter­nehmen und sorge damit letztlich auch für höhere Einkommen.


"Länder wie Thüringen leben nicht von Rohstoffen, sondern von dem Wissen und den Technologien, die sie entwickeln", sagte der Minister. Allerdings seien viele kleine und mittlere Unternehmen im Land nicht in der Lage, die oftmals hohen Kosten für die Produktentwicklung allein zu stemmen. "Mit unserer Forschungsförderung unterstützen wir sie, eigene Innovationsprozesse zu finanzieren." Insgesamt rechnet der Minister damit, dass mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln mehr als 500 Forschungsprojekte angestoßen werden können.


Über das neu strukturierte Programm "Förderung von Forschung, Techno­logie und Innovation" werden insbesondere FuE-Projekte einzelner Unter­nehmen und FuE-Verbundvorhaben von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, aber z.B. auch die Ausstattung von Innovationszentren, die Kaltmietfreistellung in Technologie- und Gründerzentren oder Patentanmel­dungen gefördert. Den Förderrahmen bestimmt die Thüringer Forschungs- und Innovationsstrategie - d.h. Vorhaben müssen den Schwerpunktthemen "Industrielle Produktion und Systeme", "Nachhaltige und intelligente Mobilität und Logistik", "Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft", "Nachhaltige Energie und Ressourcenverwendung" oder den "Informations- und Kommunikationstechnologien und produktionsnahen Dienstleistungen" zuzuordnen sein.


Die Förderhöhe beträgt - abgestuft nach Unternehmensgröße - bei FuE-Ver­bundvorhaben maximal 80 Prozent der Projektkosten. Insgesamt stehen für Verbundvorhaben bis 2020 rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Bei ein­zelbetrieblichen Vorhaben sind bis zu 70 Prozent der Kosten förderfähig. Das Land stellt dafür - einschließlich der Innovationsgutscheine - bis 2020 gut 50 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 50 Millionen Euro stehen in dem ge­nannten Zeitraum für den Ausbau der wirtschaftsnahen Forschungsinfra­struktur bereit.


In dem neu gefassten Förderprogramm wurden die Fördergegenstände aus drei früheren Richtlinien zusammengeführt und vereinfacht. Dazu wurden un­ter anderem Zweckbindefristen für kleine und mittlere Unternehmen verkürzt und - wo es möglich war - zur Senkung des Verwaltungsaufwands auf eine Pauschal- statt Einzelabrechnung umge­stellt. Zudem werden zur Auswahl der Fördervorhaben verstärkt Wettbewerbsverfahren durchgeführt, bei denen zu bestimmten Stichtagen zur Einreichung von Förderkonzepten aufgefordert wird. Der erste Wettbewerbsaufruf für die FuE-Verbundförderung startet am 24. August 2015.


Neu eingeführt wurde auch das Instrument der "Innovationsgutscheine", das wahlweise für die Vorbereitung von FuE-Projekten, die Finanzierung von Machbarkeits- und Durchführbarkeitsstudien, flankierende kreativwirtschaft­liche Dienstleistungen oder Prozess- und Organisationsinnovationen einge­setzt werden kann.


Alle Informationen und die Antragsunterlagen sind über das Portal der Thüringer Aufbaubank unter www.aufbaubank.de erhältlich.


Quelle: Pressemitteilung des TMWWDG vom 21.08.2015


Direktlink zur Förderrichtlinie bei der Thüringer Aufbaubankj: http://www.aufbaubank.de/Foerderprogramme/TEC-FuTuI-Richtlinie

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