2D-Materialien

Zwei-dimensionale Materialien, auch „2D-Materialien“ genannt, sind aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften hervorragende Innovationstreiber. Graphen als ein zweidimensionaler Kohlenstoff ist eines der bekanntesten 2D-Materialien und wird als „Material der Zukunft“ gehandelt.

Die Herausforderung weltweit besteht in dem noch ausstehenden Durchbruch für Massenanwendungen der 2D-Materialien.

In Thüringen wird die Forschung an Graphen und an anderen 2D-Materialien beispielsweise in Jena und Ilmenau

  • am Institut für Physikalische Chemie der FSU Jena,
  • dem Center for Energy and Environmental Chemistry Jena (CEEC Jena),
  • dem Abbe Center of Photonics, dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) und
  • der TU Ilmenau vorangetrieben.

Die Fachgruppe „2D-Materialien“ hat das Ziel, die Thüringer Expertise im Bereich Erforschung und Anwendung von Graphen und anderer 2D-Materialien einem größeren Anwenderkreis zu erschließen. Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums fokussiert sich die FG derzeit auf folgende Schwerpunkte:

  • Nanosensoren für Biomarker und zur Umweltkontrolle
  • Optoelektronische und elektronische Bauteile
  • Energiespeicher
  • Korrosionsschutz-Beschichtungen
  • Kohlenstoffbasierte metallfreie Katalysatoren
  • Prozessintegration von 2D-Materialien

Aktivitäten/Weitere Informationen

Wissenschafts- und Technologie-Roadmap für Graphene und andere 2D-Materialien

Im Rahmen der Europäischen „Graphene Flagship“-Initiative wurde eine Roadmap für Graphene und andere 2D-Materialien erarbeitet. Mit einem Horizont von mind. 10 Jahren soll die Entwicklung von Produkten auf Basis von 2D-Materialien unterstützt werden.

zur Roadmap

The magazine for nanotechnology: Graphene

Einen guten Überblick über die aktuellen Entwicklungen und Akteure im Bereich der Graphene gibt die Zeitschrift für Nanotechnologie: Graphene. Dieses Magazin kann hier erworben werden.

Weitere interessante Studien

Weitere Veröffentlichungen:

1) A. C. Ferrari et al., “Science and technology roadmap for graphene, related two-dimensional crystals and hybrid systems”, Nanoscale 7 (2015) 4598-4810

2) A. Turchanin, „Graphene growth by conversion of aromatic self-assembled monolayers“.
Annalen der Physik 529 (2017) 1700168

Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TRR) 234 "CataLight"

Die Erforschung grundlegender Funktionsweise bis hin zu ersten Anwendungen innovativer photokatalytisch aktiver Materialien stehen im Mittelpunkt des Sonderforschungsbereichs "CataLight - Light-driven Molecular Cata¬lysts in Hierarchically Structured Materials - Synthesis and Mechanistic Studies".

Den Forschenden aus den Bereichen Chemie, Materialwissenschaft und Physik geht es darum, Licht zur Herstellung energiereicher Chemikalien zu nutzen und gezielt neue Materialien für eine nachhaltige Energiewandlung gestalten zu können.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den gemeinsamen Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TRR) 234 "CataLight" bis 2021 mit rund 10 Mio. Euro.

Quelle der Beschreibung und weitere Informationen

Projekte

Das Konsortium der großen Forschungsinitiative besteht aus über 150 akademischen und industriellen Forschungsgruppen in 23 europäischen Ländern. Es ist eine neue Form der gemeinsamen Zusammenarbeit, um in den nächsten 10 Jahren neue Entwicklungen auf dem Feld von 2D-Materialien (und somit auch wissenschaftliches und wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung) zu fördern.

zum Projekt

Plattform für ultra-sensitive Point-of-Care Diagnose für Infektionskrankheiten.

Ziel des PoC-ID-Projekts ist die Entwicklung neuer mikro- und nanoelektronischer Sensor- und Integrationskonzepte für fortgeschrittene miniaturisierte In-vitro-Diagnostik. Das Projekt adressiert die steigende Nachfrage nach einer schnellen Point-of-Care-Diagnostik zur Senkung der Gesundheitskosten und wird zur Steigerung der Lebensqualität beitragen. Die Eigenschaften der Biosensoren sollen durch Material „Graphen“ verbessert werden.

zum Projekt

Dieses internationale Verbundprojekt wird vom Institut für Physikalische Chemie der FSU Jena koordiniert und durch das EU-Förderprogramm „FLAG-ERA“ ab Januar 2018 für drei Jahre unterstützt. Im Labor wollen die Wissenschaftler unterschiedliche 2D-Materialien wie Graphen mit einem organischen Halbleiterfilm verbinden, um ein neues flexibles und leitfähiges Material herzustellen.

zum Projekt

Veranstaltungen

  • Datum: 26. – 29.06.2018
  • Ort: Dresden (Deutschland)
  • Thema: Graphene und andere 2D-Materialien

Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Datum: 03. – 07.09.2018
  • Ort: Leipzig (Deutschland)
  • Thema: Graphene und andere 2D-Materialien

Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Datum: 10. – 14.09.2018
  • Ort: San Sebastian (Spanien)
  • Thema: Graphene und andere 2D-Materialien

Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Datum: 19. – 21.09.2018
  • Ort: Xi’an (China)
  • Thema: Graphene und andere 2D-Materialien

Weitere Informationen finden Sie hier.

Akteure in Thüringen – Ihre zukünftigen Partner?

Weitere Unternehmen und Institute können Sie in der Unternehmens- und Technologiedatenbank der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG Thüringen) finden. Die Datenbank bietet mit rund 4.300 autorisierte Profile Thüringer Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen, wirtschaftsnaher Dienstleister und Hochschulen.

Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr. Andrey Turchanin

Prof. Dr. Andrey Turchanin
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Physikalische Chemie
AG Angewandte Physikalische Chemie
& Molekulare Nanotechnologie

Lessingstraße 10
07743 Jena

03641-948-370
03641-948-302
E-Mail schreiben

www.apc.uni-jena.de

Alexander Dieser

Alexander Dieser
Junior-Projektleiter „Industrielle Produktion & Systeme“
AIC - Akquisition, Thüringen International und Clustermanagement

Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt

0361 5603-471
0361 5603-328
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