Materialien für 3D-Druck

Die Fachgruppe Materialien für 3D-Druck verfolgt das Ziel, unterschiedliche Aktivitäten im Bereich der Materialien für additive Fertigung (auch unter Einbindung des THAT - Thüringer Zentrum für Additive Technologien) aufzubauen und langfristig in Thüringen zu etablieren. Hierbei sollen sowohl Anbieter additiver Verfahren als auch der wechselwirkenden Bereiche gebündelt und mit entsprechenden Interessenten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengeführt werden. Aus diesem Zusammenschluss heraus sollen perspektivisch neue regionale und überregionale Wertschöpfungsketten aufgebaut und vorhandene Potenziale der regionalen Wirtschaftsstruktur erschlossen werden.

Subtraktive Fertigungsverfahren (z.B. Drehen oder Fräsen) gehen durch das Abtragen immer einher mit Materialabfall. Dementsprechend können bis zu 90% der teuren Ausgangsmaterialien Produktionsabfälle sein. Die Aufbereitung dieser Abfälle ist zum Teil zeit- und kostenintensiv, da sie mit Schmiermitteln oder anderen prozessbedingten Verunreinigungen besetzt sein können. Im Gegensatz zu den subtraktiven Verfahren ermöglichen generative Fertigungsverfahren, wie das FDM oder das Lasersintern, mehr Freiheiten in der Topologieoptimierung. Es werden dadurch neue Geometrien ermöglicht, die bei geringerem Materialeinsatz durch erhöhte Stabilität gekennzeichnet sind. Neben geringerem Materialeinsatz werden auch notwendige Abfälle zum Teil stark reduziert. Zudem erlauben die additiven Verfahren die Fertigung von Bauteilen mit variablen Materialeigenschaften oder den Aufbau von ganz neuen Materialkombinationen. [1]

Mit generativen Verfahren können komplexe Fertigungsteile mit integrierten Funktionen bereits in geringsten Stückzahlen kostengünstig produziert werden. Durch Reduzierung der Bauteile, in dem andere Geometrien erzeugt werden können, wird die Endmontage auch erleichtert. Die Schnittstellen zur digitalen Produktion ermöglichen einen individuellen Zuschnitt und eine lokale Produktion. So kann das Werkstoffpotenzial z.B. bei Leichtbauteilen und Medizinprodukten effektiv ausgenutzt werden.

Hierfür ist aber ein koordiniertes Vorgehen wichtig, das die Akteure der Materialentwicklung/-produzenten, des (simulierten) Designs und der Fertigung zusammenbringt. Das ist ein wesentlicher Anspruch der Arbeitsgruppe „Materialien für 3D-Druck“.

[1] Quelle der Beschreibung: BMBF (2015): Vom Material zur Innovation, Seite 10. Digital verfügbar unter: https://www.bmbf.de/pub/Vom_Material_zur_Innovation.pdf; abgerufen am 01.08.2017

Aktivitäten

Studie

Als eine der repräsentativen Studien in Bereich der Additiven Fertigungsverfahren sei an dieser Stelle der „Wohlers Report“ genannt: https://wohlersassociates.com/2017report.htm

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau (Modellfabrik 3D-Druck)

Die Modellfabrik „3D-Druck“ an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist einer von fünf Standorten im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau mit seinen fünf Modellfabriken wird im Rahmen der Förderinitiative Mittelstand 4.0 - Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung, Vernetzung und Einführung von Industrie 4.0-Anwendungen zu unterstützen.

Die Modellfabrik 3D-Druck in Jena ist Ansprechpartnerin zu Fragen rund um den 3D-Druck. Unternehmen erhalten in persönlichen Informationsgesprächen, Veranstaltungen und bei Live-Demonstrationen Informationen unter anderem zu

  • Anwendungsfeldern und Einsatzvoraussetzungen unterschiedlicher 3D-Druck-Technologien,
  • Möglichkeiten der Nachbearbeitung gedruckter Bauteile und
  • Verfahren und Systeme zur Erstellung, Bearbeitung und zum Austausch von 3D-Druck-Daten.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen von konkreten Umsetzungsprojekten begleiten zu lassen. Das können zum Beispiel Analysen sein, ob additive Technologien zur Herstellung von Produkten oder Komponenten geeignet sind, welche Verfahren dafür in Frage kommen und unter welchen Voraussetzungen der Einsatz wirtschaftlich ist.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kompetenzzentrum-ilmenau.digital

Zur Vernetzung der vielfältigen Kompetenzen, Erfahrungen und Angebote im Bereich „additive Fertigung“ ist unter Federführung der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena das Thüringer Zentrum für Additive Technologien (THAT) im Jahr 2017 gegründet worden.
 
Der Verbund vereint unter einem Dach verschiedene Initiativen und Einzelaktivitäten aus Wirtschaft und Forschung. Ziel ist es, diese zusammenzuführen und damit Thüringen zu einer Kompetenzregion für die additive Fertigung stärker zu etablieren. Für Thüringer Unternehmen sollen Angebote, Ausstattung und Forschungskompetenzen im Bereich der additiven Technologien besser sichtbar und leichter zugänglich werden.

Weitere Information finden Sie unter: http://www.thueringer-zentrum-additiv.de/

Initiatoren des Zentrums sind:

Der Auf- und Ausbau des Thüringer Zentrums für additive Technologien (THAT) ist Bestandteil der Forschungs- und Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung des Freistaats Thüringen (RIS3 Thüringen): https://www.cluster-thueringen.de/innovationsstrategie/umsetzung/gesamtaktionsplan/.

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Jens Bliedtner
Fachbereich „SciTec - Präzision-Optik-Materialien-Umwelt“
Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena

Carl-Zeiss-Promenade 2
07745 Jena

03641 205-444
E-Mail schreiben

Kay Sawatzky
Projektleiter „Industrielle Produktion & Systeme“
AIC - Akquisition, Thüringen International und Clustermanagement

Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt

0361 5603-441
0361 5603-328
E-Mail schreiben

Das Netzwerk „Protonetz“ bündelt die Kompetenzen auf dem Gebiet der „Additiven Fertigung“. Die Arbeitsgruppe hat sich bei der erneuten Gründung am 30.11.2016 in Jena zur Aufgabe gestellt, komplementäre Interessen und Ziele durch gemeinsame Aktivitäten zu unterstützen und seinen Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten.

Das Netzwerk besteht derzeit aus 20 Mitgliedern.

Webseite des Netzwerks: http://www.protonetz.de/

Aktivitäten des Protonetz sind z.B.:

  • Stammtischtreffen
    Werden regeölmäßig durchgeführt. Diese dienen der Intensivierung der Zusammenarbeit, um neue Ideen zu generieren und Informationen auszutauschen
  • Präsentation auf den Veranstaltungen und Messen
    - 3D-Druck in Anwendung
    - Rapid Tech

Die Akteure sind herzlich eingeladen, sich an den Aktivitäten des Netzwerks zu beteiligen.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Martin Schilling
Geschäftsführer
3D-Schilling GmbH

Mühlenweg 4
99706 Sondershausen/OT Oberspier

03632-522730
E-Mail schreiben

Kay Sawatzky
Projektleiter „Industrielle Produktion & Systeme“
AIC - Akquisition, Thüringen International und Clustermanagement

Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt

0361 5603-441
0361 5603-328
E-Mail schreiben

Veranstaltungen

Rapid.Tech 2018

5. Mitteldeutsches Forum „3D-Druck in der Anwendung“

Kompetenzfelder

Weitere Unternehmen und Institute können Sie in der Unternehmens- und Technologiedatenbank der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG Thüringen) finden. Die Datenbank bietet mit rund 4.300 autorisierte Profile Thüringer Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen, wirtschaftsnaher Dienstleister und Hochschulen.

Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Jens Bliedtner
Fachbereich „SciTec - Präzision-Optik-Materialien-Umwelt“
Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena

Carl-Zeiss-Promenade 2
07745 Jena

03641 205-444
E-Mail schreiben

Kay Sawatzky
Projektleiter „Industrielle Produktion & Systeme“
AIC - Akquisition, Thüringen International und Clustermanagement

Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt

0361 5603-441
0361 5603-328
E-Mail schreiben